„Jetzt müssen wir stehen bleiben und schauen, was vor sich geht.“
– Levana, 2 Jahre
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2025-03-27
Die Fähigkeit, Sprache zu verstehen, zu verarbeiten und zu produzieren ist im Gehirn angelegt. Der Spracherwerb beginnt also lange bevor das erste Wort gesprochen wird.
Sobald ein Fötus hören kann (ab etwa der 22. Schwangerschaftswoche), nimmt er Sprache, Töne, Musik wahr und verarbeitet diese. Nach der Geburt beginnt der Säugling unmittelbar mit seiner Umgebung zu kommunizieren, indem er schreit. Das Schreien differenziert sich im Laufe der nächsten Monate je nach Bedürfnis (z.B. unterschiedliche Tonhöhen) und es kommen erste Laute hinzu (gurren, jauchzen, quietschen, lallen). Von Anfang an haben Babys großes Interesse an Gesichtern und Stimmen. Zunächst orientieren sie sich an der Sprachmelodie, bevor sie nach und nach aus dem Lautstrom einzelne Wörter heraushören können.
Neben körperlichen Voraussetzungen wie funktionierendem Hör- und Sehsinn und entwickelten Sprechwerkzeugen (Lippen, Zunge, Stimmbänder, Zwerchfell…) ist eine wesentliche Voraussetzung für den Spracherwerb das Vorhandensein von Dialogpartnern. Eine verlässliche, einfühlsame Kommunikation und liebevolle Zuwendung schaffen eine vertrauensvolle Umgebung, in der das Kind sich sicher fühlt und Freude hat, sich mitzuteilen. Wichtig ist, Blickkontakt zu haben, denn Kinder beobachten Lippenbewegungen, Mimik und Gestik des Gegenübers sehr genau. Dies hilft ihnen, die emotionale Bedeutung zu begreifen und Dinge sowie wiederkehrende Situationen mit Wörtern in Verbindung zu bringen. Wenn Kinder merken, dass ihnen Aufmerksamkeit geschenkt und zugehört wird, entwickeln sie Freude am Sich-Mitteilen, da sie die Erfahrung machen, dass ihre Äußerungen erwidert werden und dass sie damit etwas bewirken können.
Werden Handlungen des Kindes selbst und Handlungen, die mit dem Kind gemacht werden (z. B. Anziehen) stetig sprachlich begleitet sowie Gegenstände und Personen in der Umgebung des Kindes immer wieder benannt, lernt es die Zusammenhänge zwischen dem, was es an Wörtern hört und dem, was es sieht, fühlt (körperlich und emotional), riecht und schmeckt. Beschäftigt sich ein Baby/Kleinkind z. B. mit einem Ball, erforscht es ihn intensiv mit dem Mund, es nimmt mit den Händen wahr, wie sich der Ball anfühlt, es erfasst Aussehen, Form, Farbe des Balles mit den Augen und nimmt ganz nebenbei auch den Geruch auf. Mit all diesen Sinneseindrücken „kartografiert“ das Kind den Ball und verknüpft diese mit dem Wort „Ball“, wenn es dieses immer wieder im gleichen Zusammenhang hört.
Das Erlernen von Sprache erfolgt so „nebenbei“, indem sich Erwachsene Zeit für das Kind nehmen, darauf achten, wofür sich das Kind gerade interessiert und alles sprachlich begleiten. Dafür braucht es keine digitalen Medien oder Lernprogramme, sondern reale Erfahrungen, Erfahrungen mit allen Sinnen und vor allem den Austausch mit wichtigen Bezugspersonen, die mit dem Kind in Dialog treten, Äußerungen wiederholen, vorlesen, Fragen stellen…
Andrea Krohn
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